Die Geschichte des Porphyrs

Der Porphyr ist ein besonderer Ergussstein. Über die Region Trentino-Südtirol erstreckt sich ein Komplex aus vulkanischen Felsen, der so genannten porphyrischen Etschplattform.

Vor 260 Millionen Jahren, im Unteren Perm, begann eine intensive vulkanische Tätigkeit, die über viele Millionen von Jahren, mit abwechselnden Ausbruchs- und Ruhephasen, fortdauerte. Durch diese entstanden Felsen von unterschiedlicher Form und chemischen Zusammensetzung.

Unter den verschiedenen Ablagerungsarten dieser Felsen haben die so genannten Ignimbriten eine besondere Bedeutung, da sie Ursprung des Porphyrs sind. Sie entstehen aus Ströme von flüssigen und gasartigen Mischungen mit einer Dicke von 5 bis 20 Metern und besitzen eine ziemlich konstante chemische Zusammensetzung. Sie bilden die so genannte ignimbritische Einheit und erreichen eine Dicke von mehreren hundert Metern.

Der derzeit verarbeitete Porphyr beschränkt sich auf eine dieser Einheiten, für welche die vertikale Zerklüftung und sehr deutliche Schlagbrüche charakteristisch sind. Diese Eigenschaften sind für die Verarbeitung des Porphyrs unentbehrlich. Da es keine Schichtenbildung gibt, liegt die abbaubare Dicke bei ca. 100-200 Metern.

Die chemische und mineralogische Zusammensetzung, sowie die typische porphyrische Struktur gemeinsam mit der Schichtenbildung sind für die besonderen Eigenschaften des Porphyrs verantwortlich: erhöhte Druckbruchfestigkeit, hohe chemische Widerstandsfähigkeit, hohe Gleit- und Rollreibung. Deshalb wird Porphyr als eines der wichtigsten Bepflasterungs- und Belagsmaterialien Europas betrachtet.

Je nach Dicke und Größe der Schicht werden aus dem Porphyr Pflastersteine, Bodenplatten, unregelmäßige Platten, Bordsteine, Randsteine, Grätensteine, Mauersteine, Riemchen, Stufen und nach weiterer Bearbeitung gesägtes, halbpoliertes, poliertes und geflammtes Material gewonnen.
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